Geisterradler

Das ordnungswidrige Fahren auf der linken Straßenseite ist kein Kavaliersdelikt. Geisterfahrer gefährden nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer – vor allem entgegenkommende Radfahrer und Fußgänger. Aufgrund der stark gestiegenen Unfallzahlen, die auf Geisterradler zurückgehen, appelliert der ADFC an alle Radfahrer, sich an die Verkehrsregeln zu halten.

Dramatische Zunahme der Unfälle durch Geisterradler

Im Jahr 2011 verdoppelte sich die Anzahl der Unfälle, an denen Geisterradler beteiligt waren. Unfälle, die auf das verbotene Radfahren auf der falschen Seite zurückzuführen sind, stellen die häufigste Unfallursache in Braunschweig dar. Statistisch gesehen verunglückten 2011 fast an jedem zweiten Tag ein Radfahrer aufgrund von Geisterradlern. Die Polizei in Braunschweig kündigte daher verstärkt Kontrollen im Stadtgebiet an, um Radfahrern die Problematik und die daraus resultierenden Gefahren ins direkte Bewusstsein zu bringen.

Fairplay bitte!

Der ADFC distanziert sich entschieden vom unerlaubten Fahren auf der falschen Seite. Radfahrer wünschen von anderen Verkehrsteilnehmern Rücksichtnahme. Nur wer sich gegenüber anderen selbst rücksichtsvoll verhalt, kann auch erwarten, dass sich seine Mitmenschen so verhalten.  Wir appellieren daher an unsere Radfahrerinnen und Radfahrer in Braunschweig, sich die Gefahren durch Geisterradeln bewusst zu machen und sich fair gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern zu verhalten. Bitte tragen Sie aktiv dazu bei, dass sich das Klima auf unseren Straßen verbessert und weniger Menschen durch Verkehrsunfälle zu Schaden kommen.

Wann darf ich auf der linken Radwegseite fahren?

Das linksseitige Fahren auf Radwegen ist nur dann gestattet, wenn es explizit am Beginn eines Radweges durch Zeichen 237, 240 oder 241 angeordnet ist. Diese Schilder müssen nach jeder Unterbrechung des Radweges – also nach jeder Kreuzung oder Einmündung – erneut vorhanden sein, ansonsten ist das Fahren auf der linken Seite nicht mehr zulässig.

Selbiges gilt auch für Gehwege, die für Radfahrer freigegeben sind. Ist das Zusatzzeichen "Radfahrer frei" an einem Gehweg nicht vorhanden, so muss der Radfahrer auf der Fahrbahn weiterfahren. Das Ausweichen auf den Gehweg ist unzulässig und stellt eine Ordnungswidrigkeit dar.

Zeichen 237, 240 und 241 StVO

Radwegbenutzungspflicht

Wir informieren zum Thema der Aufhebung von Radwegbenutzungspflichten und erläutern, warum Radwege nicht immer die Sicherheit von Radfahrern erhöhen.

Durchlässige Sackgassen

In Braunschweig wissen Radfahrer, ob es am Ende einer Sackgasse für sie weiter geht...